 Berlin, 02. Oktober 2008 – Der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) hat am Donnerstag, den 25.09. 2008 im Rahmen des 16. Deutschen Verwaltertags Astrid Schultheis zur Immobilienverwalterin des Jahres 2008 gekürt. Der diesjährige Branchentreff fand unter dem Motto „Fit für die Zukunft der Verwaltung 2020“ im bayerischen Garmisch-Partenkirchen statt.
Die aktuelle Entwicklung im Immobilienmarkt zeigt Steffen Haase zufolge, dass die Zeit der Generalisten sich dem Ende neigt und Spezialisten mit ausgewiesener Kernkompetenz zukünftig gefragter sind. Dies werde sich auf die Immobilienverwalter auswirken, weil die Erwartungen der Immobilieneigentümer immer höher würden. „Eine ganze Branche steht auf dem Prüfstand und muss sich neu ausrichten von der systematischen Analyse über die Planung und Steuerung bis hin zur Kontrolle eines Bestandes von Liegenschaften. Von daher war das Motto der Veranstaltung so aktuell wie nie“, sagt der Vizepräsident und Pressesprecher des DDIV.
Dass die Verwalterleistung inzwischen oft weit über die reine kaufmännische Verwaltung von Wohneigentum hinaus geht, macht auch der Wettbewerb „Immobilienverwalter des Jahres“ deutlich. Bereits zum zwölften Mal hat der DDIV mit diesem verbandsübergreifenden Wettbewerb die besten Verwaltungsleistungen des Jahres ermittelt und ausgezeichnet. Astrid Schultheis, Geschäftsführerin der Schultheis Hausverwaltung und Immobilien GmbH, verwaltet ein typisches Hochhaus aus den 70er Jahren. Hier wurde Hans Martin Schleyer bis zu seiner Ermordung festgehalten. Heute leidet die Eigentumsanlage jedoch nicht nur unter diesem schlechten Image („Schleyer-Hochhaus“), sondern auch unter ihrer ungastlichen äußeren Erscheinung. Die Verwalterin konnte die Fakultät Architektur der Fachhochschule Köln dafür gewinnen, einen Workshop zu veranstalten, in dem Studenten viele qualitativ hochwertige Entwürfe für Gesamtsanierungskonzepte entwickelt haben, von denen die Eigentümergemeinschaft einen auswählt. Das brachte der Brühler Verwalterin den Titel „Immobilienverwalterin des Jahres 2008“ samt 2.500 Euro Preisgeld ein. ´
Der zweite, mit 1.500 Euro dotierte, Preis wurde an Jörg Hillgärtner, Geschäftsführer der Aktiva Hausverwaltungs GmbH aus Köln für die Idee vergeben, ein Handwerkernetzwerk aufzubauen und damit Instandhaltungskosten sowie Schadensfälle deutlich zu senken. Den dritten Platz und 500 Euro konnte sich Elke Herzog von der Magdeburger Wohnungsbaugenossenschaft von 1893 sichern. Die Genossenschaft hat in einer denkmalgeschützten Siedlung ein Gebäude umfassend saniert und speziell für Familien mit jungen Kindern umgestaltet. Damit konnte die Altersstruktur in der Siedlung deutlich gesenkt und das Wohngebiet attraktiver gestaltet werden. Vierter wurde Ralf Schmidt von der Ahorn Immobilien GmbH. Das Unternehmen hat ein Konzept entwickelt und umgesetzt, mit dem es die ihr anvertrauten Wohneinheiten nachhaltig, ökologisch, sozial und gleichzeitig ökonomisch sinnvoll verwaltet.
„Es gehört Mut dazu, sich mit einem Projekt zu präsentieren und öffentlich bewerten zu lassen. Deshalb gebührt allen Teilnehmern unser Dank“, sagte DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler auf dem Verwaltertag. Der DDIV hatte zu seinem jährlichen Branchentreff unter dem Motto „Fit für die Zukunft der Verwaltung 2020“ ins malerische Garmisch-Partenkirchen eingeladen. Mehr als 300 Immobilienverwalter aus dem gesamten Bundesgebiet waren vom 25. bis 27. September in den Süden der Republik gekommen, um Erfahrungen auszutauschen und sich fortzubilden.
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