 In den nächsten fünf Jahren werden DDIV-Präsident Wolfgang D. Heckeler zufolge die Verwalter rund 2,3 Milliarden Euro mehr umsetzen. Der Gesamtumsatz der Branche steigt demnach von 11,7 auf rund 14 Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren. Damit profitieren die Immobilienverwalter klar von den zunehmenden Leistungen im Property Management, der Professionalisierung ihrer Branche und dem Verschwinden der Nebenerwerbsverwalter.
20 Prozent mehr durch Property-Management
Diese Entwicklung, prognostiziert Heckeler, wird nachhaltig. „In den nächsten Jahren werden die Umsätze der Immobilienverwalter vor allem durch Property-Management-Leistungen um 20 Prozent steigen. Damit sind wir Immobilienverwalter sind die Gewinner der Krise.“ Die Verwalterumsätze wachsen nach Erhebungen des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) seit 2007 stetig an. Der durchschnittliche Umsatz einer Immobilienverwaltung beträgt rund 670.000 Euro pro Jahr. Jeder Mitarbeiter der Branche erwirtschaftet damit jährlich knapp 112.000 Euro.
Um mehr Umsatz zu generieren, haben die Verwaltungsunternehmen ihr Portfolio um viele Dienstleistungen erweitert. Zusätzlich zur klassischen kaufmännischen und technischen Verwaltung nach dem WEG bieten sie immer häufiger Property-Management-Leistungen an. Dazu gehören zum Beispiel der günstige Einkauf von Energie und anderen Versorgungsleistungen sowie das umfassende Bewirtschaften von gewerblichen Objekten wie Bürogebäuden und Einkaufszentren. Die Immobilie wird immer mehr als Invest und weniger als Sachanlage gesehen. Hierdurch wachsen auch stetig die Aufgaben und Anforderungen an den Verwalter, einen möglichst optimalen Gewinn zu erwirtschaften.
Kleinstverwalter werden verschwinden
Angesichts der immer komplizierter werdenden Rahmenbedingungen in der Immobilienverwaltung professionalisiert sich die Branche seit Jahren stetig. Nicht erst seit der Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) im Jahr 2007 steigen die technischen, rechtlichen und verwaltungstechnischen Anforderungen an Immobilienverwalter drastisch an. Dem entsprechend geht die Zahl der Kleinstverwalter, die den Beruf im Nebenerwerb ausführen, immer mehr zurück. „Heute sind Profis gefragt, die alles können. Der Küchentischverwalter ist mit der modernen WEG-Verwaltung überfordert“, so der Verbandschef. |